Archiv für das Tag 'Politik'

Ein Paar Schuhe von internationaler Bedeutung

Isa 10. Januar 2009

Vor nun schon beinahe einem Monat hat der Schuh seine politische Bedeutung erneuert:

Mit zwei Artikeln ehrte “Der Westen“, das bekannte Internetportal für Nachrichten, Muntaser el Saidi. Der Korrespondent eines irakischen Fernsehsenders bewarf den US-Präsidenten George W. Bush mit seinen Schuhen.

Bush war zu einer Pressekonferenz mit dem irakischen Regierungschef Nuri al-Maliki nach Bagdad gereist, und musste sich unter den beiden schlingernden Angreifern in Größe 44 hinwegducken. Die Herrenschuhe des Journalisten trafen stattdessen das Star-Spangled Banner. Sie hinterließen bei dem jetzt nur noch etwa eine Woche amtierenden amerikanischen Präsidenten wenig Eindruck, jedoch viel Bildmaterial für TV und Presse.

Muntaser el Saidi hatte den Schuhwurf von langer Hand geplant und verlieh mit der Aktion seinem “Standpunkt” ungeahntes Medienaufsehen. Bilder der Pressekonferenz lassen sich auf Youtube finden und werden noch immer gerne angeklickt. Viele vergnügt es wohl, den “bestgeschützten Mann der Welt” mit ganz einfachen Mitteln, braunen Halbschuhen, in Bedrohung gebracht zu sehen. So bodenständig das Wurfgeschoss, so natürlich Bushs Ausweichmanöver.

Den Verlust seiner Schuhe hatte Saidi sicherlich einkalkuliert. Dass ihm nun wegen einer Tat grenzend an “versuchten Mord” bis zu 15 Jahren Haft bevorstehen könnten, wahrscheinlich eher nicht.

Iraker demonstrieren nun, teilweise mit den eigenen Schuhen winkend, für seine Freilassung. Und Saidis Auftraggeber, besagter irakischer Sender, versteht dessen Handlungsweise: Saidi hat, so die überraschende Auffassung, als patriotischer Iraki und Verachter der amerikanischen Invasoren seinem Gewissen folgend gehandelt. Der Sender bittet um Saidis Freilassung - und um Respekt für «Demokratie und Meinungsfreiheit, die die US-Regierung dem irakischen Volk versprochen hat».

Es ist schon erstaunlich, welche Symbolkraft diesem irakischen Paar Schuhe plötzlich zukommt: Unsere besohlten Freunde machen sogar politisch Wirbel.

Laufen und Strom erzeugen

Benno 13. September 2007

Laufen befreit, laufen tut gut! Warum sollte man es nicht mit noch Besserem verbinden? Saubere Energie - ein Thema das in den kommenden Jahren immer mehr aufkommen wird. Noch fehlt eine gute Alternative zwischen gefährlicher Atomkraft und umweltverschmutzenden Verbrennungsenergien. Doch jeder kann helfen! Schuhe mit integriertem Dynamo - Golem berichtete bereits am 10.09. darüber - könnten zumindest die Leistung von kleinen Geräten erbringen. Noch sind die Systeme in Entwicklung und die Anwendungen eher Spielereien.: Ein Mikrocomputer gibt alle 5 Schritte mit einem Pfeil auf einem kleinen Display vor in welche Richtung der Läufer als nächstes gehen sollte. Beim Testprojekt mussten die Teilnehmer immer den Pfeilen folgen - und so auch eigentlich unüberwindliche Mauern direkt überwinden. “Sich treiben lassen soll die Auswirkungen der Stadtplanung enthüllen und den Menschen dazu bringen, neue Transportmethoden wahrzunehmen” schreibt Golem.

Interessant ist die Kombination eines Dynamos mit Heelys! Sobald das System soweit ausgereift ist, dass es beim Heeling den Akku meines MP3-Player oder Handys auflädt und dabei noch möglichst wirtschaftlich arbeitet (klar, kommt natürlich auf die Lauf-Menge an) wäre es sicher ein Renner!

Gibt es eigentlich schon Fahrräder, an denen man Handy oder Digitalkamera anstecken kann? Wäre vor allem für ausgedehnte Radtouren sicher nützlich.

Keine Adidas-Schuhe aus Känguru-Leder

Benno 24. Juli 2007

Das oberste Gericht in San Francesco hat den Verkauf von Känguru-Leder-Schuhen der Firma Adidas für unzulässig erklärt, nachdem die Tierschutzorganisation Viva Inernational Voice for Animals geklagt hatte: Jäger würden bei der Känguru-Jagd sehr oft versehentlich geschützte Arten treffen und töten. Damit kippte das Gericht die Urteile von zwei Vorinstanzen, die beide zugunsten von Adidas entschieden haben.

Adidas argumentierte ebenfalls mit geschützten Arten: Ein US-Bundesgesetz zum Schutz gefährdeter Tierarten unterstütze australische Bestrebungen, die wachsende Känguru-Population einzudämmen. Das kalifornische Verbot des Verkaufs von Känguru-Produkten verstoße deshalb selbst gegen US-Bundesrecht.

Lange wird der Streit aber nicht mehr dauern: Bereits für September ist ein Gesetz vorbereitet, dass den Verkauf von Känguru-Produkten ausdrücklich erlaubt. Experten sind der Meinung, dass das Representantenhaus dem Gesetz zustimmen und Gouverneur Arnold Schwarzenegger das Gesetz in den kommenden Monaten unterschreiben wird.

Die ersten Kunden hat Adidas allerdings schon verloren: Fußballstar David Beckham spielte jahrelang in Känguru-Schuhen von Adidas, da das Material besonders leicht, weich und strapazierfähig ist. Auch wenn er bis 2008 einen Vertrag mit Adidas geschlossen hat: Seit 2006 setzt Beckham wieder auf synthetischem Leder.