Monatsarchiv für Januar 2009

Think: Schuhe zum ‘Daniederknien’

Isa 22. Januar 2009

“Urteile über keinen Menschen, bevor du nicht drei Monde in seinen Mokassins gelaufen bist”, lautet ein altes indianisches Sprichwort.

Modelle mit Lieblingsschuh-Potential, die bei aller Freundschaft nicht entliehen werden, entstehen im kleinen Familienbetrieb der Marke Think!.

Neben ökologischen Herstellungsverfahren achten die Vertreiber besonders auf die Unverwechselbarkeit des Designs jedes einzelnen Schuh-Modells.

Think!-Schuhe sind eine zu Unrecht bisher wenig bekannte Marke, deren Schuhe auf die Trägerin oder den Träger bestimmt nur gutes Licht werfen.

Und, unter uns, keiner wird danach fragen ob Sie sie nun herleihen…

So wenig indianisch und weise das ist- solche Schuhe möchte man haben, nicht hergeben.

Was noch schöner ist und nicht mal geflüstert werden muss: Think!-Schuhe sind nicht nur in von der Firma selbst ausgewählten Schuhgeschäften sondern auch im Onlinevertrieb zu erwerben. Das bedeutet:

Den Weg für die ersten drei (und viele weitere) Monde des Laufens in den eigenen Think!-Schuhen bestimmt man selbst.

Für Mokassins ist es schließlich eh noch zu kalt.

Im Schuh-Lexikon finden Sie übrigens die gesamte zukunftsträchtige Erfolgsgeschichte von Think!-Schuhen.

Ein Paar Schuhe von internationaler Bedeutung

Isa 10. Januar 2009

Vor nun schon beinahe einem Monat hat der Schuh seine politische Bedeutung erneuert:

Mit zwei Artikeln ehrte “Der Westen“, das bekannte Internetportal für Nachrichten, Muntaser el Saidi. Der Korrespondent eines irakischen Fernsehsenders bewarf den US-Präsidenten George W. Bush mit seinen Schuhen.

Bush war zu einer Pressekonferenz mit dem irakischen Regierungschef Nuri al-Maliki nach Bagdad gereist, und musste sich unter den beiden schlingernden Angreifern in Größe 44 hinwegducken. Die Herrenschuhe des Journalisten trafen stattdessen das Star-Spangled Banner. Sie hinterließen bei dem jetzt nur noch etwa eine Woche amtierenden amerikanischen Präsidenten wenig Eindruck, jedoch viel Bildmaterial für TV und Presse.

Muntaser el Saidi hatte den Schuhwurf von langer Hand geplant und verlieh mit der Aktion seinem “Standpunkt” ungeahntes Medienaufsehen. Bilder der Pressekonferenz lassen sich auf Youtube finden und werden noch immer gerne angeklickt. Viele vergnügt es wohl, den “bestgeschützten Mann der Welt” mit ganz einfachen Mitteln, braunen Halbschuhen, in Bedrohung gebracht zu sehen. So bodenständig das Wurfgeschoss, so natürlich Bushs Ausweichmanöver.

Den Verlust seiner Schuhe hatte Saidi sicherlich einkalkuliert. Dass ihm nun wegen einer Tat grenzend an “versuchten Mord” bis zu 15 Jahren Haft bevorstehen könnten, wahrscheinlich eher nicht.

Iraker demonstrieren nun, teilweise mit den eigenen Schuhen winkend, für seine Freilassung. Und Saidis Auftraggeber, besagter irakischer Sender, versteht dessen Handlungsweise: Saidi hat, so die überraschende Auffassung, als patriotischer Iraki und Verachter der amerikanischen Invasoren seinem Gewissen folgend gehandelt. Der Sender bittet um Saidis Freilassung - und um Respekt für «Demokratie und Meinungsfreiheit, die die US-Regierung dem irakischen Volk versprochen hat».

Es ist schon erstaunlich, welche Symbolkraft diesem irakischen Paar Schuhe plötzlich zukommt: Unsere besohlten Freunde machen sogar politisch Wirbel.